Heimattiergarten e.V: Fulda - Neuenberg Heimattiergarten e.V. Fulda
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Damwild (Dama Dama)

 

 

Damwild sieht auf den ersten Blick nach Wildtier aus, gehört aber nicht mehr unbedingt in diese Kategorie, was man unter anderem an der großen Variationsbreite möglicher Fellfarben erkennen kann. Die Farbskala reicht von weiß über verschiedene Braun- und Grautöne bis fast schwarz. Das Sommerfell ist weiß gefleckt und etwas heller als das Winterfell. Im Winter werden die Tiere dunkler, wobei die weiße Musterung verschwindet.

Im Heimattiergarten leben Tiere mit verschieden brauner bis fast schwarzer Fellfarbe. Eine unserer mittelbraunen Damtiere (weibliches Damwild) trägt blonde Stirnlocken.

 

Die Heimat des Damwilds sind die Mittelmeerländer und Vorderasien. In Mitteleuropa war es seit Ende der letzten Eiszeit für lange Zeit ausgestorben. Nach Deutschland wieder eingeführt wurde es im 16. Jahrhundert aus dänischen Zuchtbeständen als Jagdwild für Adelige, die es zunächst als Gatterwild in Parkanlagen hielten. Auch heute noch lebt Damwild überwiegend in Gehegen, wo es zur Fleischproduktion genutzt wird. Es kommt aber auch wieder in freier Wildbahn vor.

 

Von Rehen und Rothirschen unterscheidet sich Damwild durch sein charakteristisches weißgeflecktes Sommerfell und den Aalstrich. Ausgewachsene männliche Tiere tragen ein sogenanntes  Schaufelgeweih. In der Größe ist Damwild zwischen Rehwild und Rothirsch angesiedelt. Damhirsche (männlich) können ein Körpergewicht von bis zu 125 kg erreichen. Damtiere (weiblich) sind mit einem Gewicht von ca. 40- 55 kg deutlich kleiner.

 

Bei Damwild herrscht Damenwahl. In der Brunftzeit, von Oktober bis November gräbt der Hirsch eine Brunftkuhle, in die er uriniert und sich dann darin suhlt. Durch den intensiven Geruch und eintöniges Rufen, werden Damtiere angelockt, die aber nicht wie beim Rotwild vom Hirsch zu einem Rudel zusammengetrieben und am Verlassen des Brunftplatzes gehindert werden. Trächtige Damtiere setzen meist im Juni ihr Kalb. Zwillings- und Drillingsgeburten sind selten.

 

In freier Wildbahn hat Damwild eine Lebenserwartung von 15 bis 20 Jahren. Es gilt als sehr robust und anpassungsfähig. Solange ausreichend Futter vorhanden ist, spielen klimatische Faktoren für die Ausbreitung nur eine untergeordnete Rolle. Damhirsche sind Wiederkäuer und auch in der Lage, karges Futter zu verwerten. In freier Natur lebt Damwild von Gräsern, Kräutern, Blättern, Pilzen, jungen Trieben, Kastanien und Baumrinde. Ebenfalls gefressen werden Kartoffeln und andere Knollen. In seiner natürlichen Umgebung bevorzugt es offene Parklandschaften, mit viel Sonne und Weidefläche.

Da der Heimattiergarten zum größten Teil bewaldet ist, füttern wir das ganze Jahr über Heu und Kraftfutter zu. Sehr gerne genommen wird außerdem frischer Grasschnitt.